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Das ist kein Newsletter!

Stuttgarter Stadtbibliothek, offene Ebenen und Treppen. Foto von Kumas Taverne auf Unsplash.
Ordnung schaffen. Dafür sind wir hier.

Willkommen!

Das hier ist kein Newsletter. Kein wöchentlicher Linktipp-Versand, keine Presseschau, kein „5 Dinge, die Sie diese Woche über ESG wissen müssen". Davon gibt es genug. Und das meiste davon ist kostenlos. Aus gutem Grund.

Das hier ist ein Weiterbildungsformat. Jede Woche eine kompakte Lerneinheit, die in drei Minuten auf dem Handy funktioniert. Sieben Seiten, ein Thema, ein konkretes Werkzeug oder Framework, das Sie in Ihrer Arbeit einsetzen können.

Ich heiße Roman Mesicek. Ich berate Unternehmen zu Nachhaltigkeit, unterrichte an mehreren Hochschulen und habe zehn Jahre lang ein Musiklabel betrieben. Diese Kombination klingt ungewöhnlich. Aber sie ist der Grund, warum dieses Format anders ist.

Die Lerneinheit diese Woche

Sustainability, CSR, ESG: Was ist eigentlich der Unterschied? Drei Begriffe, die ständig synonym verwendet werden. In Meetings, in Strategiepapieren, auf LinkedIn. Aber sie beschreiben verschiedene Dinge, auf verschiedenen Ebenen. Wer sie verwechselt, redet aneinander vorbei. In sieben Schritten sortieren wir das.

Was ist die Sustainability Skills Academy?

Für alle (kostenlos): Montags mein persönlicher Kommentar zur Woche. Eine Einordnung, ein Impuls, manchmal eine Umfrage. Kurz, mit Haltung.

Für Mitglieder (EUR 9 netto pro Monat): Freitags die eigentliche Lerneinheit: 7 Screens. Ein Thema, strukturiert aufbereitet, in drei Minuten auf dem Handy. Mit Framework, Praxisbeispiel und konkreter Handlungsempfehlung. Dazu die Audio-Version. Steuerlich absetzbar. Jederzeit kündbar.

Jeden Monat: Ein Selbstcheck (wo stehen Sie bei diesem Thema?) und eine Sprechstunde (45 Minuten live, nicht aufgezeichnet, Ihre konkrete Frage). Plus Zugang zum gesamten Archiv aller Lerneinheiten.


Für wen ist das?

Sie arbeiten seit Jahren im Nachhaltigkeitsmanagement und merken, dass sich das Feld schneller verändert, als Sie mithalten können? CSRD, ESRS, EU-Taxonomie. Die Regulatorik stapelt sich, und gleichzeitig verschiebt sich, was „gute Praxis" bedeutet. Hier bekommen Sie jede Woche eine Einordnung, die Ihr Wissen herausfordert, nicht wiederholt.

Sie sind neu im Thema, als Quereinsteiger*in aus Finanzen, HR oder Recht, oder weil Ihr Unternehmen Sie zur Nachhaltigkeitsbeauftragten gemacht hat? Die 7 Screens liefern jede Woche, was Ihnen fehlt: Struktur statt Informationsflut.

Sie treffen Entscheidungen und müssen Nachhaltigkeit in Vorstandssitzungen oder Kund*innengesprächen vertreten, ohne selbst Expert*in zu sein? Drei Minuten pro Woche reichen, um die richtigen Fragen zu stellen.


Bist du auch ein Robin Hood?

Ich bin diese Woche über ein Paper gestolpert, das mich nicht mehr losgelassen hat. Es geht um „Robin Hoodism" in Unternehmen: Manager*innen, die Ressourcen umverteilen, um Ungerechtigkeit gegenüber Mitarbeitenden auszugleichen. Nicht weil die Organisation es erlaubt. Sondern weil sie es nicht tut.

Der Befund ist kontraintuitiv: Die Kolleg*innen, die das mitbekommen, finden es ethischer als regelkonformes Nichtstun. Eine Führungskraft, die Diskriminierung sieht und nach Vorschrift handelt, wird moralisch schlechter bewertet als jemand, der die Regeln bricht, um zu helfen.

Was hat das mit gesellschaftlicher Verantwortung zu tun? In vielen Unternehmen stehen Nachhaltigkeitsverantwortliche vor einem ähnlichen Dilemma. Die Strategie sagt das eine, die Realität verlangt etwas anderes. Auf die Organisation zu warten dauert oft zu lange. Die besten Nachhaltigkeitsprojekte, die ich kennenlernen durfte, haben nicht mit einer Vorstandsentscheidung begonnen. Sondern mit jemandem, der einfach angefangen hat.

Dodson & Skarlicki, 2026: The Ethics of Robin Hoodism. Journal of Business Ethics.