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Ein Bericht macht noch keine Wirkung

459 Unternehmen, 15 Jahre, ein ernüchterndes Ergebnis: Freiwillig zu berichten verbessert die Leistung nicht von selbst. Der Unterschied kommt erst danach.
Foto: Ein einzelner Schlüssel liegt auf einer dunklen, spiegelnden Fläche. rc.xyz NFT gallery/Unsplash
Ein Schlüssel wirkt erst, wenn man ihn dreht.

Vier Wochen, vier Lerneinheiten zum Voluntary Standard (VS). Geltungsbereich, Module, die sieben Schritte zum ersten Bericht. Diese Woche schließt die Serie mit der Frage, die am Ende zählt: Was bringt der Bericht eigentlich?

Bevor wir uns Ende der Woche der letzten Mikro-Lerneinheit widmen, eine unbequeme Studie. Sie hat über fünfzehn Jahre und mehrere Unternehmen hinweg gemessen, ob freiwillige integrierte Berichterstattung die Nachhaltigkeitsleistung verbessert. Das Ergebnis ist leider ernüchternd und zugleich der beste Grund, die Lerneinheit dieser Woche ernst zu nehmen.

Die Lerneinheit diese Woche

Was kommt nach dem ersten VS-Bericht? Was die ersten veröffentlichten Berichte zeigen, sechs Qualitäts-Dimensionen, die Grenzen des Standards und der Anschluss an die ESRS. 7 Screens in 3 Minuten.

Ein Bericht macht noch keine Wirkung

Die Autor*innen haben für ihre aktuelle Publikation in Business Strategy and the Environment 459 Unternehmen über die Jahre 2008 bis 2023 untersucht, mit über 6800 Beobachtungspunkten.

Ihre Frage: Verbessert die freiwillige Einführung integrierter Nachhaltigkeitsberichterstattung die ESG-Leistung eines Unternehmens? Die Antwort: kein statistisch belastbarer Effekt. Nicht bei der Gesamtleistung, nicht bei Umwelt, Sozialem oder Governance einzeln, und stabil über verschiedene Rechtssysteme hinweg.

Die Autoren deuten das nüchtern. Ohne regulatorischen Druck bleibt freiwilliges Berichten häufig eine symbolische Geste, die Legitimität schafft, ohne die Organisation zu verändern.

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