Ein Preis, den niemand verlangt
Rund 1.200 Unternehmen in den USA kalkulieren intern einen Preis, den extern niemand von ihnen verlangt. Sie legen fest, was eine Tonne Kohlendioxid kostet, und beziehen diesen Betrag in Investitionsentscheidungen ein, obwohlkeine Verpflichtung dazu besteht.
Letzte Woche ging es in der Lerneinheit um Recover: die energetische Verwertung als letzte der zehn Strategien. Diese Woche schließt die Serie mit der Frage, die in der Praxis zuerst kommt: Wo anfangen? Die wöchentliche Lerneinheit am Freitag gibt es für Abonnent*innen. 7 Screens in 3 Minuten.
Was ein interner Preis bewirkt
Ein Forscher*innenteam hat 3.928 börsennotierte Unternehmen in den USA über mehrere Jahre untersucht. Verglichen wurde, wie produktiv jene arbeiten, die eine interne Bepreisung offenlegen, gegenüber jenen, die keine haben.
Das Ergebnis ist durchaus überraschend: Unternehmen mit interner CO2-Bepreisung erreichen eine um rund fünf Prozent höhere Gesamtproduktivität. Die selbst auferlegten Kosten schlagen sich also laut dieser Untersuchung nicht als (Investitions-)Bremse nieder.