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Nicht das Gerät, die Leistung zählt

Product-as-a-Service klingt nach einem Bonus für digitale Vorreiter. Eine Studie dreht die Reihenfolge um: Erst der Wechsel vom Produkt zur verkauften Nutzung macht aus Digitalisierung echte Umweltwirkung.
Foto: Eine Wand aus Metallspinden in verschiedenen Farben, Rot, Cremeweiß, Blau, Orange und Schwarz, in Reihen nebeneinander. moren hsu/Unsplash
Man besitzt ein Schließfach nicht, man nutzt es.

Ein Produkt nicht verkaufen, sondern nur seine Nutzung anbieten: Das klingt nach einem netten Zusatz für Tech-Firmen mit App und Abo. Eine aktuelle Studie zeigt das Gegenteil. Sie hat untersucht, was Unternehmen wirklich klimafreundlicher macht, und kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Digitale Werkzeuge und Effizienzprogramme allein bringen kaum etwas. Sie wirken erst, wenn ein Betrieb den entscheidenden Schritt geht und vom Verkauf des Produkts zum Verkauf seiner Nutzung wechselt. Dieser Wechsel ist nicht die Zugabe, er ist die Voraussetzung dafür, dass alles andere überhaupt etwas bewirkt.

Letzte Woche ging es in der Lerneinheit um Refuse: weniger produzieren. Diese Woche folgt Rethink: nicht das Gerät verkaufen, sondern seine Leistung. Die wöchentliche Lerneinheit am Freitag gibt es für Abonnent*innen. 7 Screens in 3 Minuten.

Wer Eigentümer bleibt, baut anders

Der Mechanismus dahinter ist einfach. Wer ein Produkt verkauft, verdient am Neukauf. Wer seine Nutzung verkauft und Eigentümer bleibt, verdient daran, dass es lange hält und sich reparieren lässt. Aus dieser Umkehrung entsteht der Umweltnutzen, nicht aus einem grünen Etikett.

Eine aktuelle Studie untersucht drei konkrete Formen: Leasing, Remanufacturing und Product-as-a-Service. In allen bleibt der Anbieter näher am Produkt und hat ein Interesse an längerer Lebensdauer, Wartung und dem Einsatz zirkulärer Materialien.

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