Was in der Tonne landet
136 Kilogramm Restmüll fallen in Niederösterreich pro Person und Jahr an. Was darin steckt, hat das Land zuletzt im Frühjahr 2025 genau untersuchen lassen: über 6.000 Kilogramm Restmüll aus 34 Gemeinden wurden von Hand sortiert, in zwei Durchgängen. Insgesamt zum siebten Mal seit Beginn der Erhebungen.
Das Ergebnis: 38 Kilogramm pro Kopf sind Wertstoffe, die im Müll nichts verloren haben. Weitere 37 Kilogramm sind biogene Abfälle und machen damit gut ein Viertel der gesamten Masse aus. Hochgerechnet landen rund 35.000 Tonnen genießbare Lebensmittel jährlich im niederösterreichischen Restmüll. Umgerechnet sind das 21 Kilogramm pro Person.
Letzte Woche ging es in der Lerneinheit um Recycle: notwendig, aber nicht ausreichend. Diese Woche folgt Recover, die zehnte und letzte Strategie: Was sich nicht mehr verwerten lässt, wird verbrannt und liefert Energie. Die wöchentliche Lerneinheit am Freitag gibt es für Abonnent*innen. 7 Screens in 3 Minuten.
Ein Mengenproblem, kein Technikproblem
Für die Recover-Woche sind das die entscheidenden Zahlen. Die energetische Verwertung selbst funktioniert: Aus dem, was übrig bleibt, entstehen Strom und Fernwärme, in Wien seit Jahrzehnten mitten in der Stadt. Die Anlagen stellen keine Herausforderung mehr dar, weder technisch noch aus Umweltsicht.
Das Problem ist, was in die Müllverbrennung hineingeht.
Wenn ein Viertel der Masse Biomüll ist und noch einmal so viel Wertstoffe, dann verbrennt unsere Gesellschaft nicht einen Rest, sondern einen erheblichen Teil wertvoller Rohstoffe.